Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt

Volkshochschule im Bildungshaus Wolfsburg und Aidshilfe Wolfsburg e.V. kooperieren.

Vorbehalte, Ausgrenzungen und Vorurteile bestimmen nach wie vor den Alltag der Menschen, die nicht heterosexuell leben. Als eine besondere Aufgabe sieht es die Stadt Wolfsburg an, die Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Intersexuellen (LSBTI) weiter in den Blick zu nehmen. Hierzu hat die Volkshochschule im Bildungshaus Wolfsburg die konzeptionelle und organistorische Verantwortung, die Kampagne für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu gestalten.
„Ziel ist es, in allen Lebensbereichen die sexuelle und geschlechtliche Vielfalt zu verstehen und zu akzeptieren“, so Bildungshausleiterin Dr. Birgit Rabofski. „Um die landesweite Kampagne auch in Wolfsburg erfolgreich umzusetzen, arbeiten wir derzeit auf Hochtouren“, erklärt die Leiterin weiter. In den kommenden Monaten veranstaltet die VHS Wolfsburg Fortbildungen für verschiedene Zielgruppen. Gemeinsam mit der Aidshilfe Wolfsburg wird am 21. September ein erster Workshop für Ehrenamtliche angeboten, die Flüchtlinge begleiten und unterstützen. „Heteronormative Vorstellungen führen in der heutigen Gesellschaft zu Ausgrenzung und Vorurteilen. Diese Haltung gilt es zu überwinden. Vielfalt kann nämlich nur entstehen, wenn wir Menschen so akzeptieren, wie sie sind,“ so Frank Poerschke, 2. Vereinsvorsitzender der Aidshilfe Wolfsburg. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Verein gemeinsam mit der traditionellen Bildungseinrichtung der Stadt Wolfsburg das Thema angehen und eine Fortbildung für Ehrenamtliche anbieten.“
Die Fortbildungen, die sich an Ehrenamtliche aber auch an Kita-Fachkräfte und städtische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter richten, zielen darauf ab, aufzuklären, zu sensibilisieren und Strategien gegen Diskriminierung zu entwickeln, erläutert VHS-Programmsbereichsleiterin Annika Naber. In dem nun ersten Workshop greifen die Volkshochschule und die Aidshilfe ein Fortbildungsthema auf, welches sich um queere Geflüchtete dreht, die in ihren Herkunftsländern aufgrund ihrer sexuellen Orientierung strafrechtlich verfolgt werden. Da Homosexualität in zahlreichen Ländern illegal ist, Männer und Frauen mit harten Strafen belangt werden, sind diese Geflüchtete im Ankunftsland nicht nur der Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt. „Das ist auch für die Ehrenamtlichen, die beispielsweise in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, eine Herausforderung. Der Workshop setzt genau an diesem Punkt an: Wie gehen wir mit Homo- und Transphobie um? Welche Strategien sind notwendig, um Geflüchtete zu unterstützen und zu schützen?“, ergänzt VHS-Leiterin Susann Köhler.
Auch die Aidshilfe in Wolfsburg sieht einen großen Nachholbedarf. „Immer wieder kommen Betroffene, die aus ihrer Heimat aus diesem Grund fliehen mussten, zu uns. Gern stehen wir ihnen als Beratungsstelle zur Verfügung“, so Vereinsvorsitzender Alfred Lux und weiter „Das Fortbildungsangebot „Aspekte der sexuellen Orientierung und der Geschlechtsidentität in der Arbeit mit Geflüchteten“ ist genau der richtige Ansatz, um die Kompetenzen der Ehrenamtlichen zu stärken.“
Der Workshop findet am 21. September von 15:00 bis 18:00 Uhr in der Volkshochschule statt und richtet sich an Ehrenamtliche, die Flüchtlinge betreuen. Informationen und Anmeldungen 05361-89390-40.
 

Freuen sich auf gemeinsame Veranstaltungen: VHS Wolfsburg und Aidshilfe e.V.
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Fax +49 (0)5361 89390-15
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