Der Attentäter

Der Attentäter

Lesung und Gespräch am 22. Oktober von 19:00 Uhr bis 21:15 Uhr in der Stadtbibliothek.

In seinem Buch „Der Attentäter“, das anlässlich des 80. Jahrestages der Reichspogromnacht in 2018 neu aufgelegt wurde, zeichnet Lutz van Dijk die Lebensgeschichte des polnischen Juden Herschel Grynszpan nach. Als seine Familie deportiert wird, versucht dieser, zu jener Zeit in Paris lebend, den dortigen deutschen Botschafter zur Freilassung seiner Angehörigen zu bewegen. Es kommt zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, infolge derer der Botschafter stirbt. Hitler missbraucht diese Verzweiflungstat als Rechtfertigung für die Reichspogromnacht vom 09. auf den 10. November 1938, welche den Auftakt der geschichtsprägenden Vergehen an Millionen unschuldiger Menschen darstellt. Lutz van Dijk möchte mit seiner Lesung dazu anregen, sich mit hochaktuellen kulturpolitischen Themen auseinanderzusetzen. Es stellt sich die Frage, was die Gesellschaft aus der Vergangenheit gelernt haben, was Politik und Gesellschaft den neu erwachenden Feindseligkeiten gegenüber Geflüchteten und den wachsenden rechten Tendenzen in Deutschland entgegenzusetzen haben. Stehen dieses Mal genug Menschen rechtzeitig auf?

Der Autor steht nach der Lesung zum Gespräch zur Verfügung. Lesung und Gespräch finden am 22. Oktober 2019 von 19:00 bis 21:15 Uhr in der Zentralbibliothek, Alvar-Alto-Kulturhaus, Porschestraße 51, 38440 Wolfsburg statt. Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird aus Mitteln des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert und ist durch die Kooperation des Bildungshauses Wolfsburg, der Bibliotheksgesellschaft und der liberalen jüdischen Gemeinde Wolfsburg ermöglicht.

Lutz van Dijk ist deutsch-niederländischer Schriftsteller, Historiker und Pädagoge. Seit 2001 lebt der Gustav-Heinemann-Friedenspreisträger in Kapstadt und ist dort Mitbegründer der Stiftung HOKISA, die von AIDS betroffenen Kindern ein Zuhause gibt. Seine Bücher richten sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene und behandeln unter anderem Themen wie Nationalsozialismus, Homosexualität sowie Vorurteile gegenüber Menschen, die anders sind, als die Mehrheit.

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