„Interkulturelles Bürgerengagement – Zivilgesellschaft durch Qualifizierung stärken!“

Miteinander* qualifiziert: Ehrenamt verbindet Menschen und Kulturen

Qualified together*: Volunteering connects people and cultures

In Wolfsburg gehören Internationalität und kulturelle Vielfalt seit der Gründung dazu. Globalisierung, demographischer Wandel und Fluchtbewegungen verstärken diesen Trend. Derzeit leben Menschen aus mindestens 145 Nationen in Wolfsburg. Der Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte beträgt 36,8%. 

Es ist selbstverständlich, dass sich in Wolfsburg Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur begegnen. Diese Begegnungen können bereichernd sein, sie können aber auch eine Herausforderung für die Beteiligten sein.

Für den Zusammenhalt des Gemeinwesens spielt das bürgerschaftliche Engagement und Ehrenamt eine wichtige Rolle. Den Menschen in Wolfsburg bietet es zusätzliche soziale Dienste und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung. Engagierten Menschen bietet es ein bereicherndes Betätigungsfeld. 

Ein dreijähriges Integrationsprojekt der VHS Wolfsburg, gefördert durch das Bundesministerium des Inneren bis August 2019, will das Ehrenamt interkulturell stärken:

„INTERKULTURELLES BÜRGERENGAGEMENT – ZIVILGESELLSCHAFT DURCH QUALIFIZIERUNG STÄRKEN“

Ziele des Projektes:

  • Ehrenamtliche, freiwillige Helfer und die, die sich engagieren möchten, zum interkulturellen Austausch und Lernen zusammenzubringen
  • die interkulturelle Öffnung des Bürgerengagements in Wolfsburg zu unterstützen, indem bedarfsorientierte Qualifizierungen in interkultureller Kompetenz und Öffnung entwickelt und durchgeführt werden
  • Menschen vielfältiger Herkunft und Kultur für das lokale bürgerschaftliche Engagement gewinnen
  • Ehrenamtlichen die Arbeit in einem kulturell vielfältigen Umfeld erleichtern

*Miteinander: Es ist uns ein Anliegen in der interkulturellen Bildung, Lernen durch direkte Begegnung zu fördern. So spricht man nicht übereinander, sondern miteinander. Damit wird die Grundlage zum Austausch und zur Entwicklung einer zufriedenstellenden städtischen Gesellschaft gefördert. 

*Together: Our desire for intercultural education is to further direct learning opportunities by bringing people from different backgrounds together. We avoid talking about each other but talking to each other. We at VHS Wolfsburg believe this approach is critical to strengthening our civil society in the long term.

Rückblick: VHS – Werkstattgespräche „Interkulturelles Bürgerengagement“

Zu Werkstattgesprächen lud die VHS Wolfsburg anlässlich des neuen dreijährigen Projekts „Interkulturelles Bürgerengagement  - Zivilgesellschaft durch Qualifizierung stärken!“, gefördert durch das Bundesministerium des Inneren, ein. 

An zwei Tagen kamen über 40 Ehrenamtliche aus unterschiedlichen Bereichen des freiwilligen Engagements in der Volkshochschule zusammen. Gemeinsamkeit aller:  Die Teilnehmenden engagieren sich freiwillig dort, wo Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kultur aufeinandertreffen! Hintergrund ist, dass derzeit etwa 37% der städtischen Bevölkerung Zuwanderungsgeschichte mitbringt.
Ziel der Werkstattgespräche, die durch das Kölner Institut für interkulturelle Kompetenz e.V. fachkundig moderiert wurden, war es, Fortbildungsinhalte herauszufinden, die die Ehrenamtlichen in ihrer interkulturellen Arbeit in Wolfsburg unterstützen. Angetan von den intensiven zwei Tagen zeigte sich VHS-Projektleiterin Ilka Volkmer: „Mich hat gefreut, dass Engagierte verschiedener kultureller Herkunft dabei waren. So haben geflüchtete Ehrenamtliche, deutsche Engagierte und Menschen mit Zuwanderungsgeschichte nicht übereinander, sondern miteinander diskutiert. Die so gewonnenen Ergebnisse werden helfen, Bildungsangebote zu entwickeln, die die Ehrenamtlichen in ihrer wertvollen Hilfeleistung unterstützen. Es war ein tolles Arbeiten in dieser Runde.“ Sehr erfreulich sei zudem gewesen, dass eine große Bandbreite des Ehrenamtes vertreten war: u.a. Vertreter des Wolfsburger Sports, Stadtteilmütter, Kita-Elternvertreter und Flüchtlingshelfer. „Eine Initiative wie diese sei so hilfreich", kommentierte Stadtteilmutter Risau Zandi aus Kurdistan, Irak abschließend die Veranstaltung. „Gerne hätte ich vor zwanzig Jahren, als ich durch Flucht in diese Stadt kam, an einem solchen Angebot teilgenommen. Schön, dass dies heute möglich ist und ich mit meiner Erfahrung helfen kann.“

Das interkulturelle Bürgerengagement in Wolfsburg möchte die Volkshochschule gemeinsam mit den Projektpartnern Integrationsreferat, Koordinierungsstelle Bürgerengagement, Netzwerkstelle ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, Islamisches Kulturzentrum sowie dem Kölner Institut für interkulturelle Kompetenz e.V. stärken. Aus den Werkstattgesprächen erwachsen interkulturelle Angebote und Fortbildungen für Ehrenamtliche. Diese starten nach den Sommerferien und sind für Ehrenamtliche kostenlos. Für nähere Informationen stehen Susanne Hotop (05361-89020818), Steffen Kirsch (05361-89020817) und Ilka Volkmer (0176-55197764) aus dem Projektteam VHS zur Verfügung.